Mit Erasmus+ nach Zlotow in Polen

Im Rahmen des Bundesprogramms ERASMUS+ fand für zehn Dozenten und ehrenamtliche Unterstützer der Volkshochschule Krempe e.V. ein weiterer Lernaufenthalt im europäischen Ausland statt. Nach dem ersten Aufenthalt im März 2018 in Island ging es diesmal nach Zlotow, einer polnischen Gemeinde ca. 100 Kilometer von Posen entfernt. Als Gäste der Uniwersytet Ludowy in Radawnica tauschten sich die Teilnehmer der Bildungsreise mit den Gastgebern über die Besonderheiten der polnischen Erwachsenenbildung aus. Im Fokus standen die Bildungsangebote in der Senioren- und Behindertenbetreuung. Sowohl in intensiven Gruppengesprächen mit den polnischen Kollegen als auch bei Exkursionen in soziale Einrichtungen wurden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Arbeit mit pflegebedürftigen älteren und behinderten Menschen deutlich. „Während wir hier in Deutschland die Unterstützung von polnischen Kräften nutzen, sind es in Polen Pflegekräfte aus der Ukraine“, so Karin Hansen-Drechsler, die als Kümmererin in Neuenbrook aktiv ist. Beeindruckt waren die deutschen Gäste von der Vielfalt der Projekte in den besuchten Pflegeeinrichtungen.  Ob der großzügig eingerichtete PC-Raum mit Internet, die von den Bewohnern selbst organisierte Bibliothek oder die unter fachlicher Anleitung erstellte Fotoausstellung, viele neue Ideen für die eigene Arbeit in der Erwachsenenbildung wurden mit nach Deutschland genommen. Eine besondere Herausforderung war es für alle Beteiligten, sich zumindest in Polnisch zu begrüßen, zu bedanken und zu verabschieden. Gar nicht so einfach, da waren sich alle einig.

„Das ERASMUS Projekt bietet uns die besten Möglichkeiten, einen Einblick in die europäische Vielfalt der Erwachsenenbildung zu erhalten. Jede Reise zu Kollegen in den Nachbarländern gibt uns neue Impulse, die unsere eigene Bildungsarbeit voranbringt“, betont Maria Meiners-Gefken als VHS-Leiterin. Die nächsten geförderten Bildungsreisen gehen 2019 nach Krakau und Rom.

Informationen dazu sind erhältlich unter maria.meiners-gefken@vhs-krempe.de

Dr. Maria Meiners-Gefken

 

Universität

 

 

Gruppenbild mit den polnischen Kollegen

Magda Przybyla und Jakub Mincewicz (3. und 4. von rechts)

 

Besuch in einem

polnischen Altenheim

 

 

Die vhs Krempe e.V. erweitert Kompetenzen mit Erasmus+

 

Was hat das Polarlicht in Island mit interkultureller Kompetenz zu tun? Zunächst einmal nichts.

Zu einem ganz anderen Ergebnis kommen neuerdings 15 Mitarbeiter, Dozenten und ehrenamtliche Unterstützer der

Volkshochschule Krempe e.V.. Im März 2018 brachen sie zu einer einwöchigen Bildungsreise nach Borgarnes, einer kleinen Stadt in Island auf. Hier setzten sie sich im Rahmen eines Kurses mit dem Thema „Migration, Rassismus und Diskriminierung“ auseinander – einem aktuellen Thema, mit dem die vhs Krempe im Rahmen ihrer Integrationsarbeit mit den Flüchtlingsfamilien täglich zu tun hat. Dieser Kurs wurde über das Erasmus+ Projekt der vhs Krempe e.V. gebucht und von InterCultural Iceland umgesetzt. Ziel des Projektes ist es, sich mit der zunehmenden Vielfalt in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzten und durch Praxisdialoge auf internationaler Ebene die eigene kulturelle Kompetenz zu reflektieren. „Zu Beginn waren wir ziemlich aufgeregt, was uns da erwartet“, so Birgit Riemann, die die Flüchtlingsarbeit vor Ort unterstützt. „In Rollenspielen erlebte ich Situationen, in denen ich genau nachvollziehen konnte, wie sich unsere Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan ohne Kenntnisse der Sprache und des Systems fühlen“, bemerkte Karin Hanssen, die als Dozentin seit Jahren den Deutschkurs bei der vhs managt.  Dass die professionelle Leitung des Seminars durch Gudrun Petursdottir, was übersetzt die Tochter von Petur bedeutet, den Erfolg des Seminars garantierte, darin waren sich alle Teilnehmer einig. Natürlich lernt man im Projektverlauf auch Land und Leute unserer Nachbarländer kennen.

Und hier kommt das Polarlicht wieder zum Zuge.

Tatsächlich gelang es einigen Teilnehmern am Abend des ersten Kurstages einen Blick auf das berühmte nordeuropäische

Phänomen am Himmel zu erhaschen. Seitdem sind für sie das Polarlicht und die interkulturelle Kompetenz eindeutig im Zusammenhang zu sehen.

Die Volkshochschule plant zurzeit die nächste Erasmus+Reise. Vom 16. bis zum 20. August geht die Fahrt zum polnischen Projektpartner in Zlotow, einer ländlichen Gemeinde ca. 100 km nördlich von Poznan.

Auch diese Reise wird gefördert über das Programm Erasmus+.

Informationen unter www.vhs-krempe.de oder maria.meiners-gefken@vhs-krempe.de

 

Dr. Maria Meiners-Gefken

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